Alles ist Physik: Das Gesetz der Trägheit

„Ein ruhender Körper fährt fort zu ruhen, wenn nicht eine Ursache ihn bewegt. Ein bewegter Körper fährt fort, wenn nicht eine Ursache diese Richtung oder Geschwindigkeit ändert oder aufhebt.“

Das physikalische Gesetz der Trägheit

In aktiven Zeiten schafft man so viel, dass man in ruhigeren Zeiten gar nicht begreifen kann, wie man das gemacht hat. Es ist faszinierend zu beobachten, dass man umso träger wird, je mehr man ruht und umso aktiver wird, je mehr man tut.

Mußestunden der Ruhe und Entspannung gehören zu einem gesunden Leben ebenso dazu wie Aktivität und Zielstrebigkeit. Und wie immer macht die Dosis das Gift.

Nach einem Faulenzer-Wochenende ist Montag eine Menge Anschubkraft gefragt, um wieder in Schwung zu kommen. Deshalb ist der Montag auch so anstrengend. Die Arbeiten sind am Dienstag ähnlich, oder? Die Arbeit erfordert vielleicht eine gewisse Überwindung und Anstrengung aber je regelmäßiger man diese Arbeit erledigt, desto leichter fällt sie. Die Kraft, um die Trägheit zu überwinden, muss nicht aufgebracht werden.

Das Gesetz der Trägheit ist eines der größten Widerstände, wenn man eine Veränderung herbeiführen will. Trägheit und die Vorliebe deines Gehirns für schnelle Belohnungen. Sobald man im neuen Fahrwasser aber unterwegs ist, läuft es ganz geschmeidig.

  1. Fokussiere dein Ziel.
  2. Mach dir einen Plan, den du gut und richtig und machbar findest.
  3. Dann fang an.
  4. Und halte durch. Frustration ist ein Zeichen für Fortschritt. Siehe all die kleinen Fortschritte, die du schon gemacht hast. 🙂

Die meisten Menschen brauchen äußere Anforderungen und eine feste Tagesstruktur, um gut zu funktionieren, sich wirklich wohl zu fühlen. Gib dir, was du brauchst und du hast Schwung und Lebensfreude.

Beziehe also eine Tagesstruktur in deinen Plan mit ein. Gebe auch deiner Freizeit feste Zeiten.
Vielleicht sieht das so aus, dass du morgens noch vor dem Frühstück ein bisschen Sport machen möchtest, vormittags arbeiten und dann eine ausgedehnte Mittagspause machen, in der du Zeit hast für dein Hobby oder um Freunde zu treffen. Nachmittags wieder arbeiten und nach dem Abendessen könntest du Zeit zum Lesen einplanen. So schaffst du alle Bücher, die noch auf dich warten. Außerdem brauchst du nicht den ganzen Tag Ausreden zu finden, warum du keinen Sport machen kannst, den hast du früh morgens schon erledigt. 🙂

Wenn dir das jetzt zu streng und spießig vorkommt, mach dir klar, es ist vor allem eins: Neu. Veränderungen werden immer erstmal vom Gehirn abgelehnt. Betrachte Vorteile einer festen Tagesstruktur:

  • sie hilft dir, alles geregelt zu bekommen
  • schützt dich vor andauerndem Druck
  • Unterforderung ist genauso schlecht wie Überforderung, auch davor schützt dich die Struktur
  • du musst weniger entscheiden und dich mit anderen abstimmen
  • du darfst Ausnahmen machen. 🙂

Viel Spaß beim Experimentieren!

Liebe Grüße
Moe

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