Zucker – So gefährlich wie Tabak

Schon lange ist Zucker als Hauptverursacher für Diabetes (Zuckerkrankheit) bekannt. Das „British Medical Journal“ schreibt sogar: „Zucker ist so gefährlich wie Tabak“.

Zucker ist nahezu überall: Bei Cookies, Schokolade und Ketchup wundert sich keiner aber bei Brot oder Salami?

Check die Zutatenliste

Auf der Zutatenliste gibt es verschiedene Worte für Zucker:

Dextrose, Fructose, Maltosesirup. Jeder Name, der mit „-ose“ aufhört oder „Sirup“ enthält bezeichnet Zucker.

Maltodextrin muss nicht als Zucker deklariert werden weil es ein langkettiges Kohlehydrat ist. „Natürliche Fruchtsüße“ ist ein Gemisch aus Glukose und Fruktose und mit seiner Wirkung auf den Körper mit normalem weißen Zucker zu vergleichen, denn Mineralien oder Vitamine sind nicht enthalten.
Oft werden auch verschiedene Zuckerarten gleichzeitig verwendet, damit Zucker nicht so weit vorne in den Zutaten auftaucht, um zu verschleiern, wieviel Zucker tatsächlich enthalten ist.

Alternativen

Wer bewusst nascht und Zuckerbomben durch Süßigkeiten, wie Obstschnitze, Möhrenstangen, Smoothies, Obstriegel, Nüsse oder Trockenobst ersetzt gibt seinem Körper weniger Gift und gleichzeitig mehr Vitalstoffe. Noch eine Rechnung dazu: Schon 200 Zucker-Kalorien weniger am Tag können 5 kg Körpergewicht in 6 Monaten ausmachen.

Verzicht auf Zucker macht nicht nur schlank, sondern auch schön.

Im Fachmagazin „Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics“ ist die Rede von Nahrungsmitteln mit hohem glykämischem Index, also zuckerhaltige Speisen, die maßgeblich für Pickel und Akne verantwortlich seien.

Ernährungswissenschaftler sind sich sicher, dass Zucker eine ähnliche Sucht verursachen kann wie etwa der Konsum von Drogen. verschiedene Studien aus den USA bestätigten: Wer es schafft, viel weniger Zucker zu essen, kann mit einer allgemein besseren Laune, weniger Depressionen und selteneren Gefühlsschwankungen rechnen.

Starte deine eigene Studie!

Welche Lebensmittel gehören zu deinem täglichen Leben? Sieh dir die Zutatenliste an und schaue auch in der Tabelle, wieviel Zucker in 100 g enthalten sind. Ersetze so viel zuckerhaltige Lebensmittel wie du kannst durch möglichst unverarbeitetes und selbst gemachtes ohne Zucker. Mach dir einen konkreten Plan, einen Pool an Alternativen, damit du eine Woche ohne Stress auf Zucker weitestgehend verzichten kannst.

Welche Alternativen hast du für dich gefunden? Wie sind deine Erfahrungen mit der zuckerfreien Woche?

Moe

5 Comments

  1. CBo

    Hallo Moe,
    ich habe neulich durch ein Gespräch mit einem guten Freund die Motivation gefunden, mal auszuprobieren, was mit mir passiert, wenn ich bewußt auf Zucker verzichte.
    Er berichtete, dass er wie ich abends beim Fernsehen oder auch im Büro öfters mal eine Tafel Schokolade verspeist oder Kekse oder Cookies oder sonstwas. Er habe die Erfahrung gemacht, dass man den Körper einfach von dem Suchtstoff fernhalten müsste und dann würde sich der Heißhunger von selbst erledigen.
    Ich habe mir dann zur Motivation und Erinnerung ein 14 Tage Tabelle an den Rasierspiegel geklebt und jeweils das morgendliche Gewicht und ein Check für Zuckerverzicht ja/nein notiert.
    Unterstützende habe ich mehr Sport als sonst gemacht, oder besser: ich habe mich nicht wie sonst von Ausreden abhalten lassen 🙂
    Nach 14 Tagen hatte sich körperlich schon etwas getan: Der Gürtel ein Loch enger, der Körper durch das Training etwas fester, aber der Heißhunger war fast ungebrochen, jedoch nicht konzentriert auf Süßes sondern auf „irgendwas zu Essen“, ich habe an manchen Tagen um 22:00 Uhr noch ein zweites Abendbrot eingenommen, weil ich so ein Grummeln im Magen hatte.
    Generell wurde mir in dieser Zeit deutlich bewußt, wie oft ich im Vorbeigehen was aus der Keksdose genommen habe oder mal hier oder dort was Süßes gemampft habe. Nötig war es nicht und mein Körper hat viel zu viel überflüssige Energie bekommen.
    Dann habe ich (Geburtstagsbedingt) auch wieder etwas Kuchen gegessen oder mal ein, zwei Stückchen Schokolade oder 4 Gummibärchen am Tag. Das hat geholfen, den Heißhunger zu dämpfen, jetzt fühlte ich mich wieder etwas ausgeglichener.

    Ich bin jetzt bei folgendem Plan geblieben: Soweit es geht auf Zucker verzichten, aber nicht sklavisch durchziehen und Sport machen wenn es irgendmöglich ist.

    Mittlerweile bin ich nach 20 Tagen schon über 3 Kilo leichter, habe aber darin enthalten im Gegenzug wieder Muskelmasse zugelegt, sodass ich mich optisch deutlich sportlich fühle.

    Ein etwas lustiger Nebeneffekt, über den ich bisher nicht recht nachgedacht habe, der aber durchaus Sinn haben kann: Seit ich auf Zucker verzichte, riechen meine Pupse nicht mehr streng, fast gar nicht mehr 😉
    Das könnte für manchen, der unter übel riechenden Pupsen leidet, durchaus eine Motivation sein, das „zuckerfrei Experiment“ zu probieren.
    Ich werde weiter berichten.
    Und: Deine Seite ist gut!

    • Moe

      Hallo CBo,
      vielen Dank für das Kompliment und deine Geschichte!

      Ich muss gestehen, dass ich auch sehr viel Nasche. Meine Taktik ist derzeit, den unbewussten Zucker weg zu lassen und bewusst zu Naschen: Wie riecht es, wie schmilzt es, wie schmeckt es? Ich hoffe, damit automatisch weniger Zucker zu naschen und vieles ist mir auch ohne extra Zucker süß genug.

      Ansonsten sollen Bockshornklee-Sprossen den Appetit auf Zucker dämpfen können. Das ist mir einen Versuch wert.
      ILga Pohlmann hat auch einige Tipps auf Lager, wie man dem Zuckermonster nein sagen kann: http://www.zuckermonster.com

      Seine eigenen Denkmuster zu beobachten und Ausreden als diese zu erkennen, ist schon viel wert. Ich gratuliere zu deinem Erfolg!
      Ich glaube, auch das lockerer lassen und Süßes in kleinen Mengen zu genießen, ist ein Erfolg. Verbote verhageln dir scheinbar die Laune und führen zu (unbewusstem) Widerstand. Dass du mit mehr Leichtigkeit und weniger Dogma ausgeglichener bist, bringt mich zu diesem Schluss.
      Vielleicht rühren die späten Abendessen aber auch daher, dass dir konkrete Nährstoffe fehlen. Beim Abnehmen werden auch immer Gifte frei, die sonst im Fett eingelagert sind. Um diese Gifte herauszubekommen, braucht der Körper Hilfe, z.B. durch viel Trinken. Das Thema Entgiften habe ich noch in der Pipeline, du darfst gespannt sein.
      Bei dem Säure-Basen-Haushalt ist es auch so, dass Säuren neutralisiert werden müssen und das passiert mit Hilfe von Nährstoffen, siehe: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/basische-ernaehrung-2.html Abschnitt „Basische Ernährung oder lieber Pizza?“
      Die Frage, die mir jetzt in den Sinn kommt: Wenn du Zucker weg gelassen hast, was hast du dann gegessen?

      Als Frau ist es mir leider nicht möglich, über Pupse zu sprechen, Frauen pupsen nicht. ;D Aber was du beschreibst klingt logisch: Wenn man oben Sachen rein tut, die nicht gut sind, müssen unten Sachen raus kommen, die nicht gut riechen. 😉

      Ich freue mich auf weitere Beiträge von dir!
      Moe

      • Christian

        Hallo Moe,
        ich habe keine Alternative zum Zuckerverzicht genommen, höchstens habe ich die Ausreden, doch keinen Sport zu treiben, weggelassen und floglich mehr Sport gemacht.
        Ab und zu esse ich abends ein oder zwei Gummibärchen, oder bei Geburtstagen mal (wenig) Kuchen.
        Was mir auch auffällt: Seit ich deutlich Zucker reduziere, schlafe ich weniger. Ich werde oft ab 05:30 wach und bin zwar traurig, nicht weiter im Bett liegen zu wollen, aber ich kann aufstehen und viel früher als sonst zur Arbeit gehen. Bin abends auch nicht müder als sonst. Das ist ein krasser Wandel, wenn der auch mit dem Zucker zu tun hat, dann ist das ein Ansatz für alle, denen der Tag normalerweise nicht ausreicht, um alles zu erledigen: Hier gibts bis zu 90 Minuten geschenkt!
        Gruß CBo

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